ADE - Angehörige demenzerkrankter Personen Und wer hilft uns?
ADE - Angehörige demenzerkrankter  PersonenUnd wer hilft uns? 

öffentliche Wahrnehmung

Ein Artikel der WienerZeitung vom 8.4.2016 spricht da für sich :-)

Zum Artikel ....... Danke fürs Lesen !

Artikel in der Wiener Zeitung vom 8.4.2016 anlässlich der Pressekonferenz der IG-.Pflege
Demenzkranke Menschen zu pflegen, ist schwierig. Denn sie verlieren nicht nur ihre Selbständigkeit, auch ihr Wesen ändert sich...... damit beginnt Frau Nina Flori ihren Artikel, der sehr wertschätzend, einfühlsam und so sachlich wie möglich geschrieben ist. Danke dafür!
Wienerzeitung 8.4..pdf
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Die überwiegende Mehrheit der demenzkranken Personen wird zu Hause betreut. Meist von nahen Angehörigen. 

 

Meist ergibt sich so ein Betreuungsverhältnis schleichend, still und heimlich. Irgendwann dann ist ein Partner/eine Partnerin, ein Elternteil, ein/e Angehörige/r zur Pflegeperson geworden und kümmert sich um den/die demente/n Angehörige/n.

 

Und was weiß die Öffentlichkeit darüber? 

 

  1. Demente Menschen sind alt.
  2. Menschen, die an Demenz leiden, erkennen ihre Verwandten irgendwann nicht mehr.
  3. Menschen mit Demenz laufen davon und finden nicht mehr nach Hause.
  4. .... und sonst......?

 

Und selbst das - STIMMT OFT NICHT !

 

  • Es gibt mehrere Arten von Demenz UND sie wirkt sich bei jedem Menschen anders aus!
  • Manche Arten von Demenz sind schon früh zu erkennen, meist will/kann man sie aber nicht so früh annehmen. Es ist doch so viel leichter zu denken, dass der Partner/die Partnerin nach langen Jahren Partnerschaft in eine Partnerschaftskrise gekommen ist.
  • Manch demente Personen wollen/können sich soweit nicht mehr orientieren, dass sie nirgends mehr anders hingehen, als um IHREN Häuserblock.

Die gleichen Informationen, die die Allgemeinheit hat, hatte ein Angehöriger/eine Angehörige, bevor die Krankheit in sein/ihr Leben trat.

 

Aber dann wird der Partner zum Kind, die Mutter zur Tochter, der Vater zum Sohn. 

 

Mit einem großen Unterschied - einem Kind kann man - auch wenn es schwer fällt - Grenzen und Konsequenzen beibringen. Einer Person mit einer dementiellen Erkrankung nicht.

 

Vor einigen Wochen ist mir dazu eingefallen:

 

"Ich habe vor vielen Monaten meinen Mann im AKH verloren, aber einen pupertierenden Stiefsohn mit nach Hause bekommen. Ich wollte ihn nicht, aber er ist ein Kind und hat das Recht gepflegt zu werden.

Und jetzt beginne ich dieses Kind auch langsam lieb zu haben."

Pflegende Angehörige verlieren oft eine Bezugsperson und müssen für einen eigentlich fremden Menschen  da sein.  

 

Angehörige sind die preislich günstigste Form der Betreuung - vorerst! Denn wenn die einst pflegenden Angehörigen später - durch diese Belastung selbst erkranken - dann wird es ja doch teuer! 

 

Leider können sich manche Menschen die Betreuung zu Hause gar nicht leisten, obwohl sie der Gesellschaft nur einen Bruchteil von dem kostet, was jede andere Betreuungsform ausmacht.

 

Daher müssen wir langfristig gemeinsam mit diversen Medien, mittels Auftritten in Talkshows, Beiträgen in Diskussionen und Infosendungen, Informationsrubriken in Zeitungen u.s.w. das Thema Demenz und deren Auswirkung auf die Gesellschaft aufgreifen.

 

Und nachdem man dafür, dass ein Thema in der Politik ein angemessenes Gewicht erhält, am Besten mit "Kosten" argumentieren muss, sollten sich die Verantwortlichen nur kurz ausrechnen, was ich derzeit dem Staat erspare. Ich bin pflegende Angehörige meines Gatten, der mit Pflegestufe 4 bereits einen großen pflegerischen Aufwand bedeutet. Durch eine Sonderform der Demenz ist weniger darauf zu achten, dass er sich verirrt, vielmehr darauf, dass er eine Daueraufsicht genießt. (Sein Sozialverhalten ist bereits sehr gestört.) Meinen Beruf musste ich auf Eis legen, mein Engagement ist jetzt anders kanalisiert. 24 Stunden Pflege müsste mit Spezialpflegern erfolgen - höhere Kosten, ein Pflegeheim müsste dafür ausgerichtet sein - höhere Kosten und ICH koste eigentlich nichts.

 

Die meisten Zuschüsse, wie z.B. für etwaiigen Urlaub für Angehörige, sollte der demente Mensch in Kurzzeitpflege, extern, untergebracht sein, sind gut gemeint. ABER auch durchdacht? Der Fördertopf ist  unter anderem deshalb voll, weil Angehörige sich kaum die Pflege zu Hause leisten können, sich aber auf keinen Fall den eigenen Urlaub bezahlen können. Woher auch, sie haben ja das ganze Jahr schon kein Einkommen.

 

Über einige "GUT GEMEINTE IDEEN" würde ich gerne mit einigen Politikern reden.

 

 

Portrait von Hanna Fiedler Hanna Fiedler

Die Termine für den Studienlehrgang 2017

 

Case- Management und Angehörigenbegleitung (Schwerpunkt Demenz)

 

stehen fest und Anmeldungen sind schon möglich. Die Vergabe der Plätze erfolgt nach Einlangen der Anmeldung. Das PDF zum Lehrgang verrät dir mehr!

 

 Zum Download hier:-)

 

 

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